Bereich Präventionsprogramm / Allgemein
Jörg Hogen-Students Award für das Projekt "Students Health Dialogue" (SHD)
Den mit 2.500 Euro dotierten Jörg Hogen-Students Award erhalten im Jahr 2007 die Wittener Studenten Janosch Dahmen und Julian Kricheldorff stellvertretend für das Projekt "Students Health Dialogue" (SHD). Seit 2004 engagieren sich im SHD Studierende der Medizin, Zahnmedizin, Pflegewissenschaft und Biowissenschaften gegen die dramatische Ausbreitung des HI-Virus in der Ukraine. Mehrmals pro Jahr reisen Studierende in die Ukraine, um speziell Jugendliche über AIDS und andere sexuell übertragbare Krankheiten aufzuklären.
Mehr dazu in den Pressemitteilungen der Universität Witten/Herdecke
Ist-Zustand der studentischen Präventionsarbeit
Besuch der sechs studentischen Lokalprojekte in Liviv, Ivano-Frankivsk, Kiev, Odessa, Kharkov und Donetsk
Mit zwei Teams ist der SHD zum Abschluss des Jahres 2006 noch einmal in alles sechs Lokalprojekten in der Ukraine vor Ort gereist, um vor Ort die Arbeit der ukrainischen Kollegen zu besichtigen und sich zum Jahresende einen Überblick über die lokalen Entwicklungen in der Ukraine zu verschaffen.
Beim Zusammentreffen beider Teams am 17.12 abends am Flughafen in Wien zeigten sich alle Beteiligten zufrieden und zuversichtlich ob der Entwicklungen der studentischen AIDS-Präventionsarbeit in den ukrainischen Städten. Dennoch standen den Medizinstudenten nicht nur gute Nachrichten ins Gesicht geschrieben. Insbesondere das Team der Ost-Route zeigte sich ausgesprochen besorgt ob den zunehmend erkennbareren Folgen der Epidemie im Osten der Ukraine, wo die klinische Versorgung allein schon unter der Anzahl der Betroffenen erdrückt zu werden droht.
Kurznotiertes des SHD West-Teams (Kiev, Liviv, Ivano-Frankivsk)
Im Zentrum des Aufenthalts in Kiev standen die Verhandlungen mit der IFMSA-Ukraine bezüglich des Ausbaus der gemeinsamen Zusammenarbeit im HIV/AIDS-Bereich für 2007. Es wurden u.a. die
Ausrichtung eines landesweiten Trainer-Workshops im ersten oder zweiten Quartal 2007, die Teilnahme von ukrainischen Vertretern an der 2007ner Peer-Education-Conference in Deutschland und die Organisation von Sommer-Camp-Präventionsteams für den kommenden Sommer vereinbart.
Katja Naumova, Hinnerk Doll und Cem Ötzel zeigten sich nach der Teilnahme an zwei Präventions-Workshops für Studenten Liviv und Ivano-Frankivsk begeistert: „Viel von dem was wir Anfang des Jahres in Deutschland gemeinsam erarbeitet haben, kommt nun hier zu Anwendung und wird mit guten Ideen weiter entwickelt“, berichtete Hinnerk den Mitstreitern via Telefon.
Für das Team der Westroute standen außerdem Gespräche mit der ukrainischen Caritas, der deutschen Botschaft, der Lavra-Klinik in Kiev und einer Beratungsstelle für Drogenabhängige in Ivano-Frankivsk auf der Agenda.
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Welt-Aids-Tag 2006
Auch in diesem Jahr stand am 01. Dezember für unsere Initiative anlässlich des Welt-Aids-Tag alles im Zeichen unseres Engagements gegen HIV und Aids. Wir als Students Health Dialogue haben mit Aktionen auf verschiedenen Ebenen versucht, sowohl an der Universität Witten/Herdecke, als auch an mehreren Stellen in der Stadt Witten auf aktuelle Entwicklungen in Deutschland und die weiter dramatisch steigenden HIV-Neuinfektionszahlen in Osteuropa aufmerksam zu machen.
Für jeden der die Wittener Universität erreichte war wie schon im vergangenen Jahr auch dieses mal eine übergroße, aus Kerzen bestehende Aids-Schleife in der Eingangshalle der Uni aufgestellt. Um die sich neben Studenten und anderen Mitgliedern der Universität immer wieder die fragenden Blicke wartender Patienten der nahe gelegenen Zahnklinik gesellten. Ein Highlight stellte die von der Firma „Fahnen Herold“ gesponserte Flagge mit einer großen Aids-Schleife dar, die zwischen den Universitätsfahnen vor der Uni bereits von weitem für Aufmerksamkeit sorgte. Unübersehbar waren auch die Aids-Schleifen in allen Fluren, Zu- und Ausgängen der Uni in diesem Jahr angebracht. Plakate der Berliner Aktion „Vergessen ist ansteckend“, sowie aufgeklebte Fußstapfen mit den neusten Fakts zu der HIV-Epidemie säumten in der Uni die großen Flure. Für Fragen standen Studenten unserer Initiative mit einem Stand in der Cafeteria bis in die Abendstunden Rede und Antwort.
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SHD zu Gesprächen in Beirut/Libanon
Vom 19. bis zum 21. November war Janosch Dahmen auf der Durchreise in der Region für den SHD zu Gast an der American University of Beirut (AUB). Neben Gesprächen mit dem Dekan der Medizinischen Fakultät der AUB stand der Austausch mit Vertretern des Lebanese Medical Students' International Committee (LeMSIC) im Vordergrund.
Die Medizinstudenten berichteten über die großen Schwierigkeiten in ihrem Land die aus den kriegerischen Auseinandersetzungen mit Israel im Sommer und den enormen innenpolitischen Spannungen resultierten. Im Straßencafe vor der beeindruckenden Kulisse der 1882 gegründeten AUB, schilderten sie die Folgen der starken internationalen Abschottung des Landes, die sich auch durch den Abzug vieler internationaler Studenten aus ihren Unis sehr bemerkbar gemacht hat. Neben den Toten die zu beklagen seien, sind vor allem die wirtschaftlichen Folgen durch die Isolierung für das Land verheerend. Die neusten Entwicklungen erschüttern die nach den furchtbaren Bürgerkriegsjahren grade erst wieder stabilisierte Lage des Landes, das ständig an den Spannungen zwischen Christen, Moslems und den konkurrierenden Interessen seiner Nachbarn zu auseinander brechen droht.
Janosch zeigte sich nach den Gesprächen von Umfang und Professionalität der LeMISIC-Arbeit beeindruckt. Trotz der komplizierten Lage in ihrem Land gelingt es den Studenten die Fachschaftsarbeit fortzusetzen und auszubauen. Insbesondere das „Standing Committee on Reproductive Health including AIDS (SCORA)“ leistet eine hervorragende Arbeit: Mit einem Team von 25 Studenten veranstalten die Studenten regelmäßig große HIV-Präventions-Sessions für Schüler und Jugendliche. Mit der Internetplattform www.sx-education.org haben sie zudem ein ausgesprochen gutes Tool für die Unterstützung ihre Arbeit geschaffen. Christelle Achkar, nationale SCORA-Direktorin berichtete davon das ihre Arbeit in Beirut mittlerweile ausgesprochen gut etabliert sei, dennoch stießen sie weiterhin stark auf das Problem das HIV/AIDS als Gefahr in ihrem Land nicht ernst genommen würde. Die bisher eher niedrigen Infektionszahlen führten zu Bagatellisierung des Problems: „In everyway today’s AIDS-Situation in Lebanon is an Pre-Epedemic Scenario, like it was in other countries before it became big. People don’t fear the consequences of there behaviour, they deny responsibility and state that such developments will not happen in there country”, so Christelle gegenüber Janosch. In einem Land dessen Durchschnittsalter bei 26 Jahren liegt und die überwiegende Mehrheit der Landsleute vorübergehend oder ständig im Ausland lebt klingt dies nach einer Ernst zu nehmenden Warnung.
Zum Abschluss der Gespräche vereinbarten SHD und LeMSIC den Austausch und die Kooperation beider Organisationen auszubauen u.a. mit der Option mittelfristig einen gemeinsamen internationalen Trainer-Workshop unter Beteiligung mehrer Länder zu organisieren.
SHD zu Gast beim VIII. Kongress Theorie und Praxis der humanitären Hilfe
Hinnerk Doll und Janosch Dahmen waren für den SHD beim diesjährigen Kongress für Humanitäre Hilfe in Berlin zu Gast. Der Kongress findet jährlich an der Charité Berlin statt und wird von Ärzte ohne Grenzen (MSF), Ärzte der Welt (MDM), dem Internationalen Roten Kreuz, dem Tropeninstitut Berlin und sowie der Berliner Ärztekammer organisiert. Das Thema des diesjährigen Kongresses war: "Stretching the Mandate: Humanitarian Action and Solutions to Crises?".
Für den SHD stand neben dem Austausch mit den Experten anderer Hilfsprojekte, der Kontakt zu interessierten Medizinstudenten auf dem Kongress im Fordergrund. Auf dem Panal "Practical Challenges in Fighting HIV/AIDS in Resource Poor Countries" schilderte Janosch Dahmen in seinem Vortrag "How German medical students help to fight HIV/AIDS abroad: SHD's Peer-Training Project in Ukraine" die Erfahrungen des SHD im Kampf gegen HIV/AIDS in der Ukraine.
Mit vielen neuen Ideen und Anregungen im Gepäck zeigten sich die beiden Vertreter des SHD ausgesprochen zufrieden mit dem Verlauf der Konferenz. Im Zentrum der Aktivitäten des SHD wird nun in den kommenden Tagen die Vorbereitung des nächsten Ukraine Aufenthalts und des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember stehen.
Hier finden Sie den Abstract von Janosch Dahmen und Hinnerk Doll
HIV Präventionsarbeit auf der Krim /Ukraine
Nach einem engagierten Start mit vielen Präventionstrainingseinheiten in Schulen und Universitäten der Ukraine im ersten Halbjahr 2006, haben diesen Sommer nun auch Präventions-Workshops für Jugendliche auf der Krim statt gefunden. In der beliebten Ferienregion finden jedes Jahr unzählige Camps/Ferienlager für Kinder und Jugendliche statt. Wir haben dies, zusammen mit einer Gruppe ukrainischer Medizinstudenten, nun zum Anlass genommen, genau dort mit Präventionstraining und Aufklärungskampagnen anzusetzen.
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SHD meets MSV… in Witten
Mit Sicherheit Verliebt e.V. (MSV) ist das offizielle Aufklärungsprojekt des medizinischen Fachschaftsverbandes in Deutschland (BVMD). Über 300 Studierende machen seit Jahren erfolgreich Basisarbeit in der Prävention und Sexualaufklärung in deutschen Schulen. Schon seit Beginn der Arbeit des SHD arbeiten wir eng mit dem MSV Programm zusammen. Nun waren wir an der Universität Witten/Herdecke erstmals Ausrichter eines Bundesweiten Trainer-Workshops.
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Students Health Dialogue
Der Students Health Dialogue (SHD) ist eine studentische Initiative an der Universität Witten/Herdecke, die seit Anfang 2004 besteht und zum Ziel hat, bereits bewährte Jugendpräventionskonzepte im HIV/AIDS-Bereich in der Ukraine zu etablieren.
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